Myra Melford Snowy Egret

41. Göttinger Jazzfestival 2018

Jazzfestival Göttingen

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Myra Melford Snowy Egret

Sa, 17.11., 20.00 Uhr, DT-Hauptbühne, Theaterplatz 11

Myra Melford p Ron Miles cornet Liberty Ellman g Stomu Takeishi b Gerald Cleaver dr

Nordamerika ist das Brutgebiet vom Snowy Egret, dem Schmuckreiher. Dieser Vogel ist Namenspate für ein Quintett, dessen feingliedriger zeitgenössischer Jazz zwischen brütender Elegie, strahlenden Rhythmen und fokussierter Abstraktion wechselt. Die Musik des Ensembles um die Pianistin und Komponistin Myra Melford wirkt in jedem Moment schlank, beweglich und dynamisch. Sie greift die verschiedensten Traditionen auf und verbindet sie in genuiner Weise zu einem ganz eigenen Ensembleklang.
Myra Melford gilt als eine der interessantesten Pianistinnen der vergangenen 25 Jahre. Sie ließ sich von Chicago Blues, Architektur und Zen-Buddhismus inspirieren und entwickelte ihr musikalisches Profil entlang avantgardistischer Strömungen. Sie hat über 40 Alben veröffentlicht, unter ihnen 20 als Leaderin. „In Europa gehört Melford zu den übergangenen Großen des aktuellen Jazz“, war in „Jazzthing“ zu lesen. „Mit ‚Snowy Egret‘ zeigt sie, dass das ein Fehler ist.“
Ihre Mitmusiker, mit denen sie seit 2012 zusammenspielt, bekommen die Stücke auf den Leib komponiert. Während Ron Miles seinem Kornett eher die lyrischen Seiten abringt und seinen Klang im Unisono an dem des Gitarristen Liberty Ellman reibt oder auch an der Klarheit von Melfords Linienführung, halten Stomu Takeishi an der akustischen Bassgitarre und Gerald Cleavers Schlagzeugspiel im Untergrund den Herzschlag der Musik in steter Bewegung.

 

myramelford.com

 

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